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Die Helaba Kunstsammlung

Das Sammeln zeitgenössischer Kunst erfordert Mut und Weitsicht. Die Werke junger und jüngster Künstler zeichnen sich ja oft gerade dadurch aus, dass sie sich den gängigen Bewertungskriterien verweigern. Doch das macht die Herausforderung für uns nur reizvoller. Denn die Förderung des künstlerischen Nachwuchses verstehen wir nicht zuletzt als eine gezielte Investition in die Zukunft.


In der Gegenwart liegt die Zukunft – das Sammlungskonzept der Helaba

Seit 1996 konzentriert sich die Helaba auf die Werke zeitgenössischer Künstler. Unser Sammlungskonzept setzt neueste künstlerische Positionen mit bereits etablierten in Beziehung. So machen wir Entwicklungslinien sichtbar, indem wir vorrangig ganze Werkkomplexe oder Werkgruppen erwerben. Das Nebeneinander verschiedenster Medien – Malerei, Zeichnung, Fotografie, Skulptur und Video – entspricht dabei den Ausdrucksformen zeitgenössischer Kunstproduktion selbst.

Doch bereits zuvor hatte die Kunst ihren Platz in der Helaba. Zum Bestand zählen Gemälde der klassischen Moderne (Nolde, Pechstein, Schmidt-Rottluff) sowie Konvolute konkret-konstruktiver Kunst der 60er/70er Jahre (Fruhtrunk, Heerich, Geiger, Schoonhoven) und der amerikanischen Minimal Art (Judd, Lewitt, Mangold). Die 80er Jahre sind in herausragenden Einzelwerken wie etwa „New York Sky“ von Gerhard Richter vertreten. Als wichtige Wegbereiter der zeitgenössischen Kunst sind diese Werke in die aktuelle Sammlung integriert und eröffnen im Dialog mit dieser neue und ungewohnte Sehweisen.

Das besondere Verhältnis der Helaba zur Gegenwartskunst zeigt sich in den zahlreichen Auftragswerken, die in den vergangenen Jahren für den MAIN TOWER realisiert worden sind. Viele davon beziehen sich unmittelbar auf den architektonischen Kontext. Dazu gehören zum Beispiel die Videoinstallation „The World of Appearances“ des amerikanischen Künstlers Bill Viola und das Wandmosaik „Frankfurter Treppe“ von Stephan Huber. Beide Werke sind im öffentlich zugänglichen Foyer ausgestellt. In den Etagen des Gebäudes finden sich darüber hinaus Arbeiten von Franz Ackermann, Paul Morrison, Claudia und Julia Müller sowie Bernhard Martin.

Der MAIN TOWER beherbergt auch den größten Teil der anderen bislang erworbenen Werke. Nach einem speziellen Konzept sind sie über Büros und Flure des Hochhauses verteilt und laden unsere Mitarbeiter und Besucher täglich zum nicht-alltäglichen Dialog ein. Öffentliche Führungen bieten jedoch auch dem interessierten Publikum Gelegenheit, eine der konsequentesten und zugleich facettenreichsten Kunstsammlungen in Frankfurt aus nächster Nähe zu entdecken.

Weitere Werke und Werkgruppen finden sich in Erfurt, Kassel und Offenbach, sowie an unseren ausländischen Standorten New York, London, Paris und Madrid.