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Presseinfos | 23.05.2017

Helaba mit Ergebnisrückgang im ersten Quartal

  • Volatiles Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen und Derivaten belastet
  • Zinsüberschuss aufgrund des negativen Zinsumfelds unter Vorjahr
  • Provisionsüberschuss legt erneut zu  
  • Neugeschäft auf hohem Niveau
  • Risikolage entspannt
  • Ergebnis vor Steuern mit 75 Mio. Euro deutlich unter Vorjahr
  • CET1-Quote („fully loaded“) verbessert
  • Vorstand bestätigt Ergebnisprognose für 2017

Die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen hat im ersten Quartal ein Konzernergebnis vor Steuern von 75 Mio. Euro erzielt. Es liegt damit um 63 Mio. Euro unter dem Vorjahresergebnis von 138 Mio. Euro. Nach Steuern erreichte das Konzernergebnis 47 Mio. Euro nach 91 Mio. Euro im gleichen Vorjahreszeitraum.

Der Zinsüberschuss sank vor dem Hintergrund der anhaltenden Null- bzw. Negativzinsphase um 24 Mio. Euro auf 277 Mio. Euro. Die gesamtwirtschaftlich entspannte Situation und die gute Portfolioqualität führten im ersten Quartal 2017 zu einer Nettoauflösung der Kreditrisikovorsorge von 5 Mio. Euro.

Auf Basis des guten Kundengeschäfts stieg der Provisionsüberschuss um gut 7 Prozent auf 91 Mio. Euro. Wesentliche Beiträge hierzu lieferten insbesondere die Asset Management-Aktivitäten der Helaba Invest und der Zahlungsverkehr. Das Ergebnis aus dem Handelsgeschäft erhöhte sich auf 72 Mio. Euro nach 26 Mio. Euro im Vergleichszeitraum. Hierzu trugen auch niedrigere Bewertungsabschläge bei Derivaten bei.

Spürbaren Einfluss auf das Quartalsergebnis hat das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen und Derivaten, das von 67 Mio. Euro im ersten Quartal 2016 auf minus 68 Mio. Euro zurück gegangen ist. Der Rückgang dieser IFRS-typischen Position beinhaltet sowohl den Wegfall eines positiven Basiseffekts des Vorjahreszeitraums als auch eine Belastung aus der Berücksichtigung der Liquiditätskomponente von Fremdwährungen (Cross Currency Basis Spread) im laufenden Jahr.

Das sonstige betriebliche Ergebnis stieg um 17 Mio. Euro auf 59 Mio. Euro. Der Anstieg resultiert zu einem großen Teil aus den Ergebnisbeiträgen aus Immobilienbeständen, die von der GWH-Gruppe erwirtschaftet werden.

Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich um 2,8 Prozent auf 362 Mio. Euro. Hier schlagen insbesondere die IT- und Beratungsaufwendungen im Zusammenhang mit der Umsetzung regulatorischer Vorgaben und geschäftsgetriebener Anforderungen zu Buche. Wie im Vorjahr sind in dieser Position bereits die Vollversorgung für Bankenabgabe und Sicherungsreserven mit einer Belastung von 68 Mio. Euro enthalten.

Die Bilanzsumme des Helaba-Konzerns ist gegenüber dem Jahresende 2016 um 7,4 Mrd. Euro auf 172,6 Mrd. Euro gestiegen. Das Geschäftsvolumen hat sich um 8,1 Mrd. Euro auf 203,0 Mrd. Euro erhöht. Der Anstieg steht im Zusammenhang mit der Funding-Strategie der Bank. Die Bank hat das freundliche Marktumfeld zum Jahresanfang genutzt und in nennenswertem Umfang Schuldtitel emittiert.

Auf der Aktivseite nahmen somit die Forderungen an Kreditinstitute einschließlich Barreserve bei der Notenbank um 10,0 Mrd. Euro zu auf 28,3 Mrd. Euro. Die Handelsaktiva gingen leicht zurück auf 18,9 Mrd. Euro nach 20,5 Mrd. Euro. Das mittel- und langfristige Kundenneugeschäft erreicht mit 4,6 Mrd. Euro nahezu das hohe Vorjahresniveau. Die Forderungen an Kunden bewegen sich dank der positiven Entwicklung im operativen Kundengeschäft mit 92,4 Mrd. Euro auf dem Niveau zum Jahresende 2016 (31. Dezember 2016: 93,1 Mrd. Euro).

Die harte CET1-Quote („phased in“) beläuft sich zum 31. März auf 14,3 Prozent. Die harte CET1-Quote („fully loaded“) verbessert sich gegenüber dem Jahresendwert 2016 von 13,8 Prozent auf 14,1 Prozent. Die Eigenkapitalrendite (vor Steuern) erreicht 3,9 Prozent.

Herbert Hans Grüntker, Vorsitzender des Vorstands der Helaba, sieht sich in seiner Prognose bestätigt: „Wir bewegen uns nach wie vor in einem herausfordernden politischen und wirtschaftlichen Umfeld. Erwartungsgemäß belasten der bereits 2016 von der EZB auf minus 0,4 Prozent gesenkte Einlagensatz sowie das EZB-Kaufprogramm von Corporate Bonds insbesondere die zinssensitiven Bereiche des Retailgeschäfts und des Zahlungsverkehrs sowie die Eigenanlage. Mit der Entwicklung des Kundengeschäfts sind wir insgesamt zufrieden. Vor diesem Hintergrund bestätigen wir unsere Ergebnisprognose, wonach wir für 2017 mit einem spürbaren Ergebnisrückgang rechnen.“

 

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