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Volkswirtschaft und Research | 16.08.2018

Tagesausblick Renten/Devisen

Unsere tägliche Einschätzung zu relevanten Wirtschaftsdaten sowie den Renten- und Devisenmärkten


US-Wachstumsszenario intakt

Bund-Future gut behauptet

Euro: Kursrisiken bleiben bestehen

  

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Das datenseitige Interesse gilt heute vornehmlich den US-Zahlen. Auf dem Programm stehen der Philadelphia-Fed-Index und die Bauzahlen. Die Stimmung bei den US-Unternehmen sowohl im Verarbeitenden Gewerbe als auch im Dienstleistungssektor ist noch immer sehr gut, wenngleich es zum Teil leichte Rücksetzer gegeben hat. Dies zeigt sich nicht nur in nationalen Umfragen, sondern auch in regionalen Indizes. Der Index der Fed von Philadelphia dürfte ebenfalls nachlassen, nachdem er im Vormonat noch überraschend deutlich auf 25,7 Punkte gestiegen war. Mit einem Absturz ist aber nicht zu rechnen, zumal das Pendant der Fed von New York überraschend gestiegen ist (Grafik). Zudem sind Niveaus oberhalb von 20 Punkten (Konsens: 22.0) weiterhin mit einer hohen konjunkturellen Dynamik vereinbar. Allerdings gilt es zu berücksichtigen, dass die Umfragesalden der Philadelphia-Fed zu Auftragseingängen, Auslieferungen und Beschäftigung zur Vorsicht mahnen. Die Differenz zwischen den frühzyklischen Umfrageindizes und dem spätzyklischen Beschäftigungsindex sinkt im Trend. Dies lässt vermuten, dass die Stimmungshochs inzwischen überschritten sein dürften.

 

Die Baubeginne und -genehmigungen werden im Juli wohl zugelegt haben. Damit setzt sich der seit Jahren zu beobachtende Erholungstrend unter Schwankungen fort. Zwar können die Leitzinserhöhungen und der Anstieg der Renditen mittelfristig belasten, der robuste Arbeitsmarkt wirkt aber unterstützend. Zudem ist das Niveau sehr hoch, wodurch das Wachstumsszenario bestätigt wird. Zu erwähnen ist heute noch der Einzelhandelsumsatz in Großbritannien. Hier sind allenfalls leichte Zuwächse gegenüber dem Vormonat zu erwarten. Ohne die Energiekomponente könnte die Jahresrate aber sinken, sodass Erwartungen einer weiteren Leitzinserhöhung der Bank von England nicht geschürt werden dürften.

 

Bund-Future

Der Bund-Future konnte sich zur Wochenmitte gut behaupten und schloss 35 Stellen über dem Vortagsniveau. Die Indikatoren im Tageschart sind nach wie vor aufwärts gerichtet. Die Vorgaben für weitere Kursgewinne bleiben somit positiv. Den nächsten Widerstand lokalisieren wir am Kontrakthoch bei 164,19. Rücksetzer treffen bei 163,21 und 162,92 auf Haltemarken. An letzterer Marke verläuft heute die Unterstützungslinie der Aufwärtsbewegung von August. Sollte diese unterschritten werden, könnten sich die Verluste bis zur 21-Tagelininie bei 162,34 ausweiten. Trading-Range: 162,69–164,19.

 

EUR-USD

Der Euro steht weiterhin unter Druck und notierte im Tief bei 1,1301 USD. Zum einen ist dabei der Zinsabstand gegenüber den USA zu nennen, der tendenziell belastend wirkt. Zum anderen wird das Italienrisiko noch immer als erhöht angesehen. So liegt der BTP-Bund-Spread im 10J-Bereich über 270 Bp. Zu guter Letzt ist die technische Situation zu nennen. Die Indikatoren stehen im Verkauf oder sinken und dies sowohl im Tageschart als auch auf Wochenbasis. Nachdem die Konsolidierungsrange bei 1,1510 nach unten verlassen wurde, hatten wir bereits darauf verwiesen, dass Raum bis in den Bereich 1,11/12 besteht. Insofern sind weiterhin Kursrisiken vorhanden. Das 61,8 %-Retracement des Anstiegs von 1,03 bis 1,25 findet sich bei 1,1180. Im genannten Bereich lassen sich zudem zwischen 1,1110 und 1,1130 Tiefs aus dem September 2017 lokalisieren. Trading-Range: 1,1260 – 1,1450.

 

Ihr Helaba Research-Team 

 

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