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Volkswirtschaft und Research | 24.04.2018

Tagesausblick Renten/Devisen

Unsere tägliche Einschätzung zu relevanten Wirtschaftsdaten sowie den Renten- und Devisenmärkten


Der neue ifo-Index ist da!

Renditeanstieg auf dem Prüfstand

EUR-USD: Wichtige Haltemarken unterschritten

 

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Die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer richtet sich am Vormittag auf die Geschäftsklimaindizes des laufenden Monats. Neben den Werten in Frankreich und Italien wird der deutsche Index mit großem Interesse verfolgt, denn das ifo-Institut hat einige Änderungen vorgenommen. Die zwei wesentlichen sind: Für die Zeitreihen wird mit 2015 ein neues Basisjahr (bis jetzt 2005) zur Anwendung kommen und zudem wird das ifo-Geschäftsklima Deutschland unter einer verstärkten Einbeziehung der Dienstleistungen das Geschäftsklima der gewerblichen Wirtschaft als Hauptindikator ablösen (siehe auch „Wochenausblick“ vom 20. April 2018). Wir werden dementsprechend in unseren Tabellen und Publikationen nur den neuen ifo-Geschäftsklimaindex Deutschland aufnehmen und kommentieren. Die Vorgaben für den Monat April sind gemischt. So gaben die Stimmungsbarometer unter Finanzmarktteilnehmern und -analysten (sentix- und ZEW-Umfragen) zuletzt deutlich und stärker als erwartet nach. Zudem sank der deutsche Einkaufsmanagerindex des Verarbeitenden Gewerbes. Hier jedoch gab es nur ein kleines Minus. Das Pendant des Dienstleistungsgewerbes dagegen konnte überraschenderweise sogar zulegen. Da Dienstleistungen im neuen ifo-Geschäftsklima ein Gewicht von 50,5 % - unter Berücksichtigung des Groß- und Einzelhandels sogar 63,8 % - haben, sollte das ifo-Geschäftsklima nur einen leichten Rückgang aufweisen. Gegenüber der Konsensschätzung besteht somit ein positives Überraschungspotenzial. Vor diesem Hintergrund bleibt es bei einer moderaten Wachstumserwartung in Deutschland. Die französischen und italienischen Werte werden ebenfalls leicht rückläufig erwartet, wodurch das Bild abgerundet wird. Die EZB steht unseres Erachtens damit nicht unter akutem Handlungsdruck und dürfte sich weiter sehr behutsam und graduell auf eine Wende in der geldpolitischen Ausrichtung zubewegen.

 

Bund-Future

In den letzten Tagen ist es zu einem Renditeanstieg gekommen, der an die dynamische Entwicklung im Januar dieses Jahres erinnert. Es gilt aber zu berücksichtigen, dass Frühindikatoren per saldo auf eine nachlassende Konjunkturdynamik schließen lassen und die Europäische Zentralbank am Donnerstag ihre zögerliche Haltung bezüglich der geldpolitischen Wende wohl bestätigen wird. Insofern steht der Renditeanstieg auf dem Prüfstand. Das technische Bild des Bund-Futures bleibt indes getrübt, der wichtige Bereich um 157,75 wurde bislang aber nicht nachhaltig unterschritten.

 

EUR-USD

Der Euro hat sich zu Beginn der neuen Woche abgeschwächt und im Tief bei 1,2183 notiert. Damit wurde die Unterstützungslinie der Dreiecksformation, die heute bei 1,2239 verläuft, unterschritten. Auch das markante Tief vom 6. April und die 100-Tagelinie bei 1,2212 bzw. 1,2207 hielten nicht stand. Damit hat sich das technische Bild weiter eingetrübt und die nächste Unterstützung zeigt sich bei 1,2153 in Form des Tiefs von Anfang März. Erste Widerstände lokalisieren wir um 1,2300.

 

 

Ihr Helaba Research-Team 

 

Disclaimer

Die Publikationen sind mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthalten jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in diesen Publikationen getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden.