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Volkswirtschaft und Research | 20.10.2017

Tagesausblick Renten/Devisen

Unsere tägliche Einschätzung zu relevanten Wirtschaftsdaten sowie den Renten- und Devisenmärkten. 


US-Immobilienmarkt: Kein Anlass zur Sorge

Bund-Future bleibt unterstützt

EUR-USD: Katalonien-Konflikt belastet nur kurz

 

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Die Renditen in den USA sind zunächst gesunken, der Trend weist aber klar nach oben. Vor allem im kurzen Laufzeitbereich kommt es zu einem Anstieg. Zweijährige US-Treasuries liegen derzeit bei etwa 1,55 % etwa 30 Basispunkte höher als Anfang September. Der Renditeanstieg spiegelt die steigende Zinsfantasie wider, wenngleich festzuhalten ist, dass es noch immer eine große Diskrepanz gibt zwischen den Markterwartungen (2 Erhöhungen bis Ende 2018) und den Leitzinsprojektionen der FOMC-Mitglieder (4 Erhöhungen bis Ende 2018). Beeinflusst werden die Zinsspekulationen von Fed-Kommentaren, der Frage nach dem nächsten Notenbankchef und von Konjunkturzahlen. Heute stehen die Eigenheimverkäufe auf dem Programm, die in den letzten drei Monaten gesunken sind und enttäuscht haben. Auch im September wird mit einer schwachen Entwicklung gerechnet. Möglicherweise haben die Wirbelstürme für eine gewisse Kaufzurückhaltung in den betroffenen Gebieten gesorgt. Das Stimmungsbarometer der Branche, der NAHB-Wohnungsmarktindex, konnte zuletzt aber zulegen und liefert eine insgesamt positive Indikation. Darüber hinaus ist das Niveau der Verkaufszahlen mit annualisiert 5,35 Mio. noch immer hoch, wenngleich die Höchststände aus den Boom-Jahren bei weitem nicht erreicht worden sind. Darüber hinaus sei auf das Verhältnis zwischen dem Immobilienangebot und der Verkaufszahl hingewiesen, das mit zuletzt 4,2 Monaten im historischen Vergleich sehr niedrig ist. Vor diesem Hintergrund gibt es auf Grundlage des Immobilienmarktes keinen Grund, das Wachstumsszenario in Zweifel zu ziehen. Mit einer Forcierung der Zinsspekulationen ist aber nicht zu rechnen.

 

Bund-Future

Nach einer Korrektur am Mittwoch bewahrte der Bund-Future gestern zunächst seinen Ruf als „sicherer Hafen“ und legte vor dem Hintergrund des politischen Konflikts in Spanien zu. Unterstützung erhielt der Bund-Future auch von sinkenden US-Renditen. Im Späteren Verlauf kam der Future aber unter Druck und im asiatischen Handel sorgen Spekulationen über die US-Steuerreform und den Fed-Vorsitz für Belastungen des US-Rentenmarktes. Auch technisch wird die Luft dünner. So stehen MACD und Stochastic zwar im Kauf, letzterer ist aber in den überkauften Bereich eingetreten. Auf Widerstand stößt der Bund-Future am 5-Wochen-Hoch bei 162,78. Erste Unterstützungen sind bei 161,90/162,00. Die heutigen US-Daten dürften dem Rentenmarkt wohl keine Impulse geben. Trading-Range: 161,80 – 162,78.

 

EUR-USD

Meldungen, wonach die spanische Regierung am Samstag den Artikel 155 anwenden und Katalonien den Autonomie-Status entziehen will, haben den Euro nur kurzzeitig belastet. Im weiteren Handelsverlauf kam es zu einer Erholung und der September-Abwärtstrend wurde zeitweilig überwunden. Die Widerstandslinie verläuft heute bei 1,1830. Eine weitere Hürde ist bei 1,1880 zu finden. Neue aufkommende Spekulationen zum Fed-Vorsitz und zur US-Steuerreform setzen den Euro am Morgen aber unter Druck. Zudem droht eine neuerliche Eskalation in Katalonien, nachdem Separatisten zu einem „bank run“ aufgerufen haben. Auf der Unterseite sind die Marken 1,1730 und 1,1661/67 von Bedeutung. Trading-Range: 1,1750 – 1,1880

 

Ihr Helaba Research-Team 

 

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