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Volkswirtschaft und Research | 22.06.2018

Tagesausblick Renten/Devisen

Unsere tägliche Einschätzung zu relevanten Wirtschaftsdaten sowie den Renten- und Devisenmärkten


EWU-Einkaufsmanagerindizes im Blick

Bund-Future mit Rückenwind

Euro testet Jahrestief

  

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Die Aufmerksamkeit gilt datenseitig ausschließlich den Vorabschätzungen der Einkaufsmanagerindizes (PMIs) des laufenden Monats in Frankreich, Deutschland und der Eurozone, denn die endgültigen französischen BIP-Wachstumszahlen werden keinen marktbewegenden Charakter haben. Sowohl die PMIs des Verarbeitenden Gewerbes als auch diejenigen des Dienstleistungssektors stehen im Kalender. Vor allem hierzulande ist das Interesse groß, denn die Indizes liefern die letzten Hinweise auf das am Montag zur Veröffentlichung anstehende ifo-Geschäftsklima Deutschland. Die Vorgaben für die heutigen Daten sind negativ. So haben sich die ZEW- als auch die sentix-Umfragen schwächer präsentiert. Diese Stimmungstests unter den Finanzmarktanalysten geben in der Regel gute Hinweise auf die Einschätzungen seitens der Unternehmen, auch wenn hin und wieder Finanzmarktturbulenzen oder politische Themen für größere Abweichungen sorgen. Gerade aber das zurzeit dominierende Thema, der Handelskonflikt mit den USA, dürfte auch bei den Unternehmen für einen nachgebenden Optimismus gesorgt haben. Insgesamt sind wir zwar etwas pessimistischer eingestellt als der Marktkonsens, das konjunkturelle Bild wird deshalb aber nicht verworfen. Eher sehen wir uns in der Erwartung eines gegenüber dem Jahr 2017 verlangsamten Wachstums bestätigt. Angesichts dessen ist nicht davon auszugehen, dass die Spekulationen über eine Veränderung der europäischen Zinspolitik angeheizt werden. Das Szenario, wonach die Europäische Zentralbank noch für geraume Zeit an der Null- und Negativzinspolitik festhält, steht unseres Erachten nicht in Frage, zumal die politische Verunsicherung (US-Zölle, Italien, deutsche Regierung, „Brexit“, …) auch verstärkt in den Kommentaren und Argumentationen der Notenbanker eine Rolle spielen.  

 

Bund-Future

Der Future hat sich im Umfeld einer erhöhten Risikoaversion gefestigt und im Hoch bei 162,35 notiert. Damit ist es zum Test des 61,8 %-Retracements des Abwärtsimpulses von Ende Mai bis Mitte Juni gekommen. Fundamentalen Gegenwind gibt es heute nicht und so bleibt der Markt unterstützt. Weitere Hürden liegen bei 163,06 und 164,15. Erste Unterstützungen zeigen sich an der 21-Tagelinie bei 161,10 und bei 160,75. 

 

EUR-USD

Der Euro hat sich gestern erholt, nachdem er zuvor das bisherige Jahrestief bei 1,1506 getestet hat. Dies ist zwar positiv zu werten, die Gefahr eines erneuten Rücksetzers ist aber noch nicht gebannt. Neben den kritisch zu beurteilenden technischen Indikatoren könnten die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes in Frankreich, Deutschland und der Eurozone tendenziell belasten, sollten diese auf eine nachlassende Konjunkturdynamik hinweisen. Unterhalb des Jahrestiefs gibt es Haltemarken bei 1,1477 und 1,1445. Widerstände sind bei 1,1644 und dann erst bei 1,1852 zu finden. 

  

Ihr Helaba Research-Team 

 

Disclaimer

Die Publikationen sind mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthalten jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in diesen Publikationen getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden.