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Volkswirtschaft und Research | 26.05.2017

FX Daily

Börsentäglich: Markteinschätzung und Prognose rund um Devisen.  


· Japan: Verbraucherpreise steigen im April um +0,4 % VJ nach +0,2 %.

· Kaplan und Williams (Fed) haben Notwendigkeit weiterer Zinserhöhungen betont.

· Asiens Aktienmärkte überwiegend leichter, Ölpreis (LCF) deutlich tiefer bei 48,6USD.

 

Die konjunkturellen Stimmungsindikatoren in Deutschland aber auch in Frankreich und in der Eurozone als Ganzes haben in dieser Woche überzeugt. Zwar fielen die Einkaufsmanagerindizes uneinheitlich aus, per saldo liegen diese aber nicht nur deutlich im Expansionsbereich, auch der Gesamtindex (Composite Index; Verarbeitendes Gewerbe und Dienstleistungen) konnte nochmals zulegen. Zudem hat der ifo-Geschäftsklimaindex – getragen von der sehr starken Lageeinschätzung der Unternehmen – das höchste Niveau seit Beginn der gesamtdeutschen Datenerfassung erreicht. Vor diesem Hintergrund sind die Perspektiven für das italienische Wirtschaftsvertrauen freundlich. Die entsprechenden Daten für die Eurozone stehen in der nächsten Woche an und auch dort sollten Anstiege nicht überraschen. Mithin dürfte sich die Erwartung der Finanzmarktteilnehmer verfestigen, wonach die Europäische Zentralbank im nächsten Monat mit einer veränderten Forward Guidance einen weiteren Trippelschritt in Richtung einer Normalisierung der Geldpolitik machen wird.

In den USA richtet sich der Blick unter anderem auf die zweite Schätzung des BIP-Wachstums im ersten Quartal. Die vorläufige Zuwachsrate wurde mit annualisiert +0,7 % angegeben und hatte deutlich enttäuscht. Eine Aufwärtsrevision auf rund 1,0 % wird erwartet, denn insbesondere die Konsumaktivitäten wurden jüngst nach oben korrigiert. Ungeachtet der sich sehr unterschiedlich entwickelnden regionalen Stimmungsindikatoren der US-Industrie wird im laufenden Quartal mit einer signifikanten Beschleunigung der Expansion gerechnet. Die Atlanta-Fed signalisiert mit ihrer GDPNow-Schätzung einen Wert von 4 %. Im Wesentlichen basiert diese Wachstumsindikation auf Aprildaten, sodass sich der Wert in den kommenden Wochen noch deutlich verschieben kann. Ein wichtiger Einflussfaktor dafür findet sich heute mit den Auftragseingängen langlebiger Wirtschaftsgüter im Kalender. Die Vorgaben vonseiten der Flugzeugbestellungen sind schwach und ein deutlicher Rückgang im Monatsvergleich ist nicht auszuschließen. Ohne den Transportsektor wird dagegen ein moderates Plus erwartet, was als günstiges Zeichen für die Investitionstätigkeit gewertet werden dürfte. Summa summarum sehen wir keinen Impuls für reduzierte Zinserwartungen bezüglich der Fed.

EUR-USD: Der Blick auf den Wochenchart offenbart die insgesamt freundliche technische Situation. MACD, DMI und Stochastic stehen auf Kauf. Allerdings ist es beim Stochastic wie schon im Tageschart zur Indikation einer überkauften Marktlage gekommen. Angesichts dessen dürfte es zunächst zu einer fortgesetzten Konsolidierung kommen, bevor die Marke von 1,13 (9. November 2016) wieder in Angriff genommen werden kann. Trading-Range: 1,1100 – 1,1300.

 

Ihr Helaba Floor Research 

 

Disclaimer

Die Publikationen sind mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthalten jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in diesen Publikationen getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden.