FX Daily
Börsentäglich: Markteinschätzung und Prognose rund um Devisen.
Merkel und Hollande wollen Griechenland im Euro halten.
Sorgen um Griechenland drücken asiatische Börsen ins Minus, EUR-USD fällt auf 1,27.
Heute richtet sich die Aufmerksamkeit vor allem auf die US-Datenveröffentlichungen. Die Baubeginne und –genehmigungen werden daraufhin untersucht, ob die Zeichen der Belebung in dem Sektor nachhaltiger Natur sind. Zuletzt hatten die Baubeginne leicht enttäuscht, während die Zahl der Baugenehmigungen im Trend zulegen konnte. Letztere hatten das höchste Niveau seit 2008 erreicht und so sollte ein kleiner Rücksetzer den generell positiven Konjunkturausblick nicht in Frage stellen. Mit Spannung erwarten die Marktteilnehmer auch die Industrieproduktionszahlen. Freundliche Indikationen gibt es vonseiten des Arbeitsmarktes, denn der Index der geleisteten Arbeitsstunden hat zugelegt. An ein positives Überraschungspotenzial gegenüber der robusten Konsensschätzung glauben wir aber nicht. Die Kapazitätsauslastung sollte deutlich zulegen und wird bei 79 % nach 78,6 % erwartet. Der Durchschnitt der letzten zehn Jahre liegt bei 79,5 %. Das Szenario eines fortgesetzten Wachstums der US-Wirtschaft dürfte insgesamt durch die Zahlen bestätigt werden. Anlass, um verstärkt auf eine neuerliche Ausweitung der mengenmäßigen Geldpolitik (QE3) zu spekulieren, sehen wir nicht. Auf solch ein Ansinnen wird auch das Sitzungsprotokoll der Fed von Ende April wohl keine Hinweise geben. Die FOMC-Mitglieder hatten bei dieser Sitzung ihre Leitzinsprojektionen teilweise nach vorne verlagert, so dass QE3 damit immer unwahrscheinlicher geworden ist.
EUR-USD: Das starke deutsche BIP-Wachstum verhalf dem Euro zu einer kleinen Erholung und das Tageshoch wurde bei 1,2871 markiert. Das endgültige Scheitern der Regierungsbildung in Athen aber setzte den Euro wieder unter Druck und insofern bleibt das technische Umfeld weitgehend unverändert. Stochastic, MACD und DMI sind im Verkauf. Negativ muss zudem die Tatsache gewertet werden, dass die Mitte 2010 begonnene aufsteigende Unterstützungslinie unterschritten wurde. Wir lokalisieren diese heute im Tageschart bei 1,2787. Nun ist der Weg frei bis zu den Tiefs bei 1,2666 und 1,2623 (bisheriges Jahrestief). Widerstände sind um 1,2900 zu finden. Impulse nach oben erwarten wir heute aber weder von der politischen Front noch aufseiten der Fundamentaldaten. Trading-Range: 1,2623 – 1,2820.%
Aus organisatorischen Gründen erscheint das nächste „FX Daily“ am 21. Mai 2012.
Ihr Floor Research
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