Equity Daily
Unsere tägliche Einschätzung des Aktienmarktes.
| Indikation | Unterstützungen | Widerstände | Handelsbreite | |
|---|---|---|---|---|
| DAX | 6.335 | 6.353 / 6.285 | 6.520 / 6.684 | 6.250 / 6.450 |
| EuroStoxx 50 | 2.164 | 2.117 / 2.063 | 2.286 / 2.354 | 2.117 / 2.250 |
Merkel und Hollande wollen Griechenland im Euro halten.
Sorgen um Griechenland drücken asiatische Börsen ins Minus, EUR-USD fällt auf 1,27.
Das Ereignisrisiko im Zusammenhang mit der sich zuspitzenden EWU-Schuldenkrise ist hoch. Griechenland befindet sich nach der gescheiterten Regierungsbildung in einer politischen Sackgasse und Neuwahlen im Juni mit einem dann zu erwartenden Stimmenzuwachs der Spargegner sorgen für Nervosität. Spekulationen über einen Austritt des Landes aus der Eurozone nehmen zu. Entsprechend haben die Aktienmärkte gestern mit zum Teil deutlichen Verlusten auf die Hiobsbotschaften aus Griechenland reagiert. Von konjunktureller Seite stehen heute interessante Datenveröffentlichungen im Kalender, die insgesamt aber kaum in der Lage sein werden, die politisch begründeten Verunsicherungen zu kompensieren. Positive Überraschungen, die es gestern beispielsweise bei der Veröffentlichung der deutschen Wachstumszahlen gegeben hat, wird es unserer Einschätzung nach nicht geben. Auf dem Programm stehen Zahlen aus den USA, allen voran die Industrieproduktion. Der Index der geleisteten Arbeitsstunden liefert eine positive Indikation, sodass ein Produktionsanstieg ins Kalkül gezogen werden sollte. Die Konsensschätzung von 0,6 % scheint aber hinreichend optimistisch. Die Kapazitätsauslastung sollte zulegen. Sie wird bei 79 % nach 78,6 % erwartet. Der Durchschnitt der letzten zehn Jahre liegt bei 79,5 %. Daher dürfte das Szenario eines fortgesetzten Wachstums der US-Wirtschaft nicht in Frage gestellt werden. Anlass, um verstärkt auf eine neuerliche Ausweitung der mengenmäßigen Geldpolitik (QE3) zu spekulieren, sehen wir nicht. Auf solch ein Ansinnen wird auch das Sitzungsprotokoll der Fed von Ende April wohl keine Hinweise geben. Die FOMC-Mitglieder hatten bei dieser Sitzung ihre Leitzinsprojektionen teilweise nach vorne verlagert, so dass QE3 damit immer unwahrscheinlicher geworden ist. Wegen der eskalierenden Schuldenkrise in Europa steht das Thema QE3 derzeit ohnehin nicht im Vordergrund. Zu erwähnen sind noch die Baubeginne und Baugenehmigungen, die wir im Rahmen der Konsensschätzung erwarten. Marktbewegenden Einfluss sehen wir von diesen Zahlen nicht.
Aktienmärkte: Die Aktienmärkte bleiben unter Druck. Zwar kann es zu vorübergehenden Erholungsphasen kommen, insgesamt dominieren aber die Gefahren erneuter Rückgänge. Der DAX verabschiedete sich gestern bei 6.401 Punkten mit einem Minus von 0,8 % aus dem Handel. Gewinner waren die Anteilsscheine von Adidas (+1,7 %) und ThyssenKrupp (+1,6 %). Commerzbank (-5,2 %) und Lufthansa (-3,6 %) waren die Verlierer des Tages. Neben dem DAX trübt sich auch die Lage beim Dow-Jones-Index ein. Mit Kursen unter 12.710 Punkten hat er eine wichtige Unterstützungszone verlassen. Sollte dieser Kursrückgang auf Wochenbasis bestätigt werden, wonach es derzeit aussieht, wäre eine Trendumkehr vollzogen. Auch die technischen Indikatoren mahnen zur Vorsicht. MACD und Stochastic richten sich unterhalb ihrer jeweiligen Signallinien gen Süden, und steigende ADX-Werte lassen auf eine an Kraft gewinnende Bewegung schließen. Die nächste Unterstützung zeigt sich bei 12.529 Punkten.
Ihr Floor Research
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